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11.02.14

 

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Folgende Toern-Berichte sind noch in Vorbereitung:

Pleiten, Pech und Pannen - 1991

Weltmeister werden wir auch nicht - 1994

Oefter mal wieder reinschauen

 

 

Jahrelang träumte ich vom Segeln mit dem eigenen Boot. Es hatte in 17 Ehejahren zuvor keinen Sommerurlaub gegeben, in dem der Urlaubsort keinen Hafen hatte.

Ob Gardasee oder Ostsee, ob Chiemsee oder Nordsee
ohne Hafen gab es für mich keinen Urlaub.

Infiziert hatte ich mich 1971 beim Besuch meines Vetters in Berlin, der dort mit einem Studienkollegen am Wannsee eine kleine Jolle liegen hatte und mich einmal zum Segeln mitnahm. Sofort hatte ich Feuer gefangen und der Gedanke an ein eigenes Segelboot hatte mich gepackt, wurde aber immer wieder hinten angestellt.

Zuerst stand da natürlich mal die Gründung einer Familie im Fordergrund; an Segeln war in dieser Zeit überhaupt nicht zu denken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

. . . . . . und als wir uns ein paar Jährchen später zum Bau eines Hauses entschlossen, war ein eigenes Segelboot überhaupt kein Thema mehr. Zudem hatte ich mich erst zwei Jahre zuvor selbständig gemacht und hatte weiß Gott anderes zu tun, als mich um Hobbys zu kümmern.

        
Als dann 1990 mein bester Freund ganz überraschend im Alter von nur 38 Jahren starb, und eine neue, auch nur annähernd so gute Freundschaft wie mit ihm nicht in Aussicht war, ging ich einige Monate später nach Rücksprache mit meiner Frau zum örtlichen Schreibwarenhändler und kaufte mir die Zeitschrift YACHT, um mich über gebrauchte Boote zu informieren und um endlich meinen Wunschtraum zu erfüllen. Den einzigsten Bootstyp, den ich vom Namen her kannte, war die VARIANTA.

Ich rief den erstbesten Verkäufer aus dem Anzeigenteil für Gebrauchboote an. Der Preis mit 14.000 DM schien mir im Vergleich zu den anderen Angeboten günstig, wies das Boot doch eine reichhaltige Zubehörliste auf. Vom Trailer mit Slippwagen, über Außenborder, Kuchenbude, kurz gesagt mit Pött und Pann war alles vorhanden. Obwohl ich erst einmal, und dass 20 Jahre zuvor gesegelt war und weder einen Segelschein, einen Liegeplatz oder Erfahrung hatte sagte ich zu meiner Frau: "Die nehmen wir!"

Schnell war ein Termin vereinbart und an einem dunklen Herbstabend machten meine Frau und ich uns auf den Weg Richtung Ladbergen, wo das Boot auf einem Kotten unter einer Plane bereits im tiefsten Winterschlaf lag. Mit einer Taschenlampe bewaffnet kletterte ich unter die Plane und begutachtete die alte Dame. Schnell waren wir uns über den runtergehandelten Verkaufspreis einig und gegen 21 Uhr machten wir uns wieder auf die Rückfahrt.

10 km vor unserer Haustür begann dann hinter der Autobahnabfahrt Arnsberg-Hüsten das große Drama. Plötzlich flackerten in meinem BMW 525i sämtliche Lämpchen, die Hupe dröhnte ohne Unterbrechung los, Qualm und Feuer im gesamten Fahrzeug! Sofort fuhr ich auf den Standstreifen und latschte voll auf die Bremse. Zum Glück ging es bergauf, so dass wir schnell zum Stillstand kamen. Sofort schossen die Flammen lichterloh aus dem ganzen Wagen. Da ich so stark gebremst hatte, war die Auflaufbremse so verklemmt, dass wir den Trailer nicht vom Wagen lösen konnten. Ich versuchte fieberhaft vorbeifahrende Fahrzeuge anzuhalten, aber minutenlang raste alles an uns vorbei bis schließlich ein Brummi anhielt. Ich bat um einen Feuerlöscher; seine Antwort war nur: "Laß die Kiste brennen, da ist eh nichts mehr zu retten!" Womit er zweifellos Recht hatte. Wie durch ein Wunder griffen die Flammen aber nicht auf das Boot über, das ja noch immer am Wagen befestigt war. Kurze Rede, langer Sinn: Feuerwehr und Abschleppwagen besorgten den Rest und brachten den Wagen zur Werkstatt und uns mit dem Boot nach Hause.

Die VARIANTA  habe ich 10 Jahre gefahren, habe sie Richtung Süden bis zum Gardasee geschleppt, war sechs Mal mit ihr in Holland und habe die Friesenmeere und das Ijsselmeer bis in den letzten Winkel erkundet und auch Deutschlands schöner Norden mit Schlei, westlicher Ostsee und  dänischer Südsee liegen ebenfalls in ihrem Kielwasser.

Zu meinem Wunschtraum, der das Segeln auf dem heimischen Hennesee und das Fahrtensegeln gemeinsam angenehmer gestalten sollte, gehörte immer der Erwerb einer SPRINTA DS oder SPRINTA 70. Eine SPRINTA SPORT kam für mich von vornherein wegen des riesigen Steckmastens nicht in Frage, da wir in unserem Segelclub keinen Kran oder Takelbaum besitzen, der das Mastsetzen wesentlich erleichtern würde. Auch die Handhabung der Backstagen ist für jemanden wie mich, der fast 80% alleine segelt, äußerst umständlich. Da die beiden erstgenannten Typen in unserem Club vertreten waren, hatte ich genügend Möglichkeit, über die Vor- und Nachteile der einzelnen Boote zu erfahren und entschied mich schließlich für die DS, da sie mir bei 1,86 cm Körpergröße einfach mehr Platz sowohl im Cockpit als auch in der Hundekoje bietet.

Als sich dann die Möglichkeit bot, eine preiswerte DS gleich in der Nachbarschaft von einem Dehler-Mitarbeiter zu erwerben, nutzte ich diese günstige Gelegenheit, obwohl ich die VARIANTA noch gar nicht verkauft hatte. Erfreulicherweise war sie vom Dehler-Vorbesitzer auch noch fachmännisch umgerüstet worden und hatte die Vorrichtung zum Fahren einer Selbstwendefock erhalten nebst einer nagelneuen Selbstwendefock.

Nun, Anfang 2004 geht es schon in die vierte Saison mit ihr. Auch mit ihr war ich schon zwei Mal in Holland und 2002 auf großer Ostseetour (Großenbrode - Rügen - Klintholm - Großenbrode).

Für dieses Jahr sind auch zwei Touren geplant und zwar im Juni als Fahrtentörn zur Osterschelde - Grevelinger Meer und im Juli noch einmal nach Holland zum Familienurlaub, zu dem wir uns immer ein komfortables Haus mit Liegeplatz mieten.

Über all meine Törns könnt Ihr schon jetzt Vieles nachlesen, Ihr braucht nur auf die Links in der Navigationsleiste zu klicken.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!

Mir hat es ebensolchen Spaß gemacht, diese Seiten zu erstellen, zumal ich fast 60 Jahre alt werde und keinerlei Vorkenntnisse von diesem Metier hatte. Aber das Handbuch von Microsoft Frontpage hat mir sehr dabei geholfen. Ich hatte vorher drei verschiedene Programme ausprobiert und bin immer an den grausamen Handbüchern gescheitert. Mit FRONTPAGE hat`s geklappt!

Franz-Josef Molitor, 1. Februar 2004

 

 

 

 

 



 


Unser Rohbau im Jahre 1983...

... und heute


... im Sommer
                   ... und im Winter

 

Unsere VARIANTA K 4 

 

Der verbrannte BMW 525i -
Ursache war ein unsachgemäß repariertes Kabel im Trailer!

 

 

 

 

 


 

Und plötzlich stand dies schöne Schiff
auf meinem Hof . . .

...die erworbene SPRINTA DS

 

...hier an meinem Steg am Hennesee

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Stand: 24.09.05