Unterwegs im nördlichen Kattegat Fotos hier anklicken
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Oefter mal wieder reinschauen

Freitag, 4.7.2008

Am Freitag, dem 4. Juli 2008 starteten Ferdi und ich um 0400 h mit unserem Gespann, zu einer 11-stündigen Trailerfahrt in den hohen Norden. Unser Ziel lautete Grenaa an der östlichen jüdländischen Küste Dänemarks. Von hier aus wollten wir zu unserem diesjährigen Sommertörn aufbrechen; unser Zeitfenster lautete: möglichst 2, maximal 3 Wochen, je nach Bedingungen.

Die Fahrt verlief problemlos, das Wetter war erst recht ordentlich, kurz vor Bremen begann es dann sehr stark zu regnen, was sich auch in den nächsten 3 Stunden nicht änderte. Je näher wir aber unserem Ziel kamen, umso besser wurde das Wetter.

Um Punkt 1500 h standen wir, nach gefahrenen 749,9 km bei hochsommerlichem Wetter auf dem großen Parkplatz vor der Hafenanlage und nahmen erst einmal den Hafen in Augschein. Wir mussten leider feststellen, dass der Hafenmeister erst ab 1700 h wieder zu erreichen war; somit hatten wir erst einmal 2 Stunden Zeit, um uns von der langen Fahrt zu erholen. Nach dem Eintreffen des Hafenmeisters wurden wir von diesem darüber aufgeklärt, dass er erst einmal die ganzen Anmeldungen für die am Hafen liegenden Ferienhäuser abwickeln müsse, danach würde er dann zum Kran kommen, es können aber durchaus 2000 h werden. Dass dies bei uns keine Jubeltöne ausstieß, könnt Ihr Euch ja wohl denken.

Nun begannen wir dann doch schon mal mit dem Einräumen unserer mitgebrachten Utensilien und vertrieben uns hiermit die verbleibende Zeit. Um 1930 h kam der gute Hafenmeister dann aber doch und Dank der genialen Vorrichtung zum Kranen mit dem Heißgeschirr lag ANKATRIN II binnen 5 Minuten im Wasser. Preis: 500 Dkr. = 70 Euro – da kann man nicht meckern.

Da wir einen langen Tag hinter uns hatten legten wir uns gegen 2200 h in die Koje und träumten schon mal von den nun vor uns liegenden schönsten Wochen des Jahres – wie weit würden wir wohl in diesem Jahr kommen?

Hafengebühr: 7-15 m = 15 Euro

 

Samstag, 5.7.2008

Als ich am Morgen gegen 0730 h die Augen und Ohren öffnete sah ich schon das strahlende Blau des dänischen Himmels und hörte den Wind schon in den Wanten pfeifen – da kam Freude auf und husch husch waren wir auf den Beinen. Nach der  Morgentoilette sorgte Ferdi für ein üppiges Frühstück und um Punkt 1000 h verließen wir den sehr schönen Hafen von Grenaa, um unseren diesjährigen Sommertörn zu starten. Sofort nach der Hafenausfahrt sagte ich zu Ferdi, dass ich nun in den Wind gehe, damit er das Großsegel setzen könne. Wie ich so nach oben schaue, um die genaue Windrichtung auszumachen, stelle ich fest: Verklicker weg! Da fielen mir Ferdis Worte vom Vorabend ein. Als ich sagte: „So, dann will ich den Verklicker mal richtig anknallen!“ hörte ich Ferdis Worte: „Nach ganz fest, kommt ganz lose!“ So ein Mist, dachte ich, nun müssen wir am Abend noch mal den Mast legen, um meinen Ersatzverklicker anzubauen.

Da der Westwind mit 3 Windstärken blies, wollten wir eigentlich gleich rüber nach Anholt segeln, das wäre auch ohne Verklicker kein Problem gewesen. Danach startete ich meinen GPS, der mich seit 15 Jahren noch nie im Stich gelassen hat, doch nun tat er es. Auf der Suche nach den Satelliten blieb er immer am zweiten hängen. Trotz etlicher Neustarts gelang es mir nicht, den getreuen Weggefährten in Schwung zu bringen. Somit war Anholt für den heutigen Tag gestorben. Wir segelten noch ca. eine Stunde vor Grenaa auf und ab; als dann der Wind so langsam einschlief (was übrigens nur ganz selten in den nächsten 14 Tagen mal der Fall war!!!), fiel uns die Rückfahrt zwecks Reparatur in den Hafen nicht schwer.

Ruckzuck hatten wir die 8,90 m Aluminium wieder aufs Boot gelegt und bauten den angeblich rostfreien Niro-Verklicker an (wenn der Rost von 14 Tagen sich zu Gold verwandeln würde, könnte ich mir davon ein größeres Boot kaufen!) JJJJ!

Dass Malheur mit dem GPS nahm ich auch nicht so tragisch, hatte ich doch meinen Laptop mit Navigationsprogramm und GPS-Maus mitgebracht, ein Equipment, dass uns sorgenfrei durch die schwedischen Westschären lotsen sollte. Optimistisch holte ich die Sachen vor Tag und startete den Laptop und erlebte einen erneuten Rückschlag: Das Programm und die GPS-Maus kooperierten einfach nicht zusammen. Die GPS-Maus wurde erkannt, Daten wurden auch empfangen, sie hinterließen im Navigationsprogramm aber leider keine Spuren, sprich, keinen Standort. Zuhause und auf meinem Heimatrevier am Hessensee hatte es Tage zuvor noch völlig einwandfrei funktioniert. So langsam hatte ich nun aber die Nase voll, packte den ganzen Schnickschnack wieder in die Tasche und gab dem ollen Garmin 50 von 1992 noch eine Chance. Dieser nutzte sie entschlossen und lief den ganzen Törn wieder in alter Frische und Zuverlässigkeit, wie ich es von ihm bisher gewohnt war.

Um 1500 h sind wir dann noch mal ein bisschen raus gefahren, und wollten bei dem Wind um 2 WS noch ein bisschen unter Spinnacker segeln. Doch ein heranziehendes Gewitter ließ und schnell wieder im Hafen Schutz suchen.

Der erste Segeltag hatte uns leider nur 12 sm beschert, aber was soll´s – Hauptsache, wir waren wieder voll funktionsfähig – wenn auch ohne Laptop.

Um 1845 h  lagen wir wieder im Yachthafen von Grenaa und haben uns ein leckeres Abendessen gekocht.

Hafengebühr: 7-15 m = 15 Euro

 

Sonntag, 6.7.2008

Irgendwie hatten wir uns an diesem Sonntagmorgen etwas verpennt, denn es wurde 1020 h, bis wir ablegen konnten.

Der Wind hatte nun auf Ost gedreht, was uns für den Kurs Anholt natürlich nicht in dem Kram passte, und die Prognosen für die nächsten Tage lauteten auch, vorwiegend Ostwind. Deshalb beschlossen wir, solange der Wind auf Ost bleibt, segeln wir erst einmal an der Küste nach Norden, denn hoch, müssen wir da ohnehin, wollten wir jemals das schwedische Segelmekka „Marstrand“ erreichen. Um 1100 h mussten wir zum ersten Mal reffen, was uns an diesem Tag noch mehrfach bevorstand. Dazwischen gab es aber immer auch wieder Phasen, in den wir am  Nachmittag unter Spi fahren konnten. Nach nur 12 sm machten wir genervt durch die nachmittäglich Flaute um 1730 h im Hafen von Bonnerup fest. Bis auf eine Box, waren alle Liegeplätze belegt, und wir mussten unsere SPRINTA regelrecht durch die Pfähle zwingen, so schmal war sie. Kaum im Hafen gab es auch noch einen anständigen Schauer.

Nach dem Duschen und Abendessen holte ich die Klampfe raus und wir haben uns ein bisschen an die Pfadfinderzeiten der 50-er Jahre erinnert.

Hafengebühr: 7-15 m = 14 Euro

 

Montag, 7.7.2008

Nach dem wir die von Ferdi organisierten Brötchen vertilgt hatten, legten wir um 0915 Uhr aus der engen Box ab. Der Wind war uns für diesen Tag von Süd-Ost angekündigt, was uns an unserem Plan, „immer nach Norden und dann gerade aus“ festhalten ließ. Um 1215 h setzten wir bei 3 WS den Spi, mussten ihn aber um 1345 h wieder einpacken, da hinter uns ein dunkles Schauspiel ablief: ein gewaltiges Gewitter kündigte sich an und verlangte schnellste Vorbereitungen. Wir kleideten uns mit dem Ölzeug ein und holten anschließend das Großsegel runter und packten es ein, anschließend rollte ich die Selbstwendefock ein, was mir jetzt schon nur noch mit größter Anstrengung gelang, so heftig fegte das Gewitter schon über uns hinweg. Da die Zugrichtung des Gewitters unserer Reiseroute entsprach, liefen wir vor Top und Takel ab und das mit 6-6,5 Knoten, was über der Rumpfgeschwindigkeit unseres Bootes liegt, so ein Höllenwetter hatten wir beide noch nicht erlebt. Es pfiff wie verrückt, im Nu baute sich eine Welle von ca. 1 m auf, die für uns aber kein Problem darstellte. Eine nach der anderen rollte unter uns hindurch, die Sicht war fast Null, man konnte nur ca. 2 Bootslängen vorausschauen und es wurde bitter kalt. Als nach ca. 30 Minuten das Schlimmste vorbei war, war ich total durchgefroren. Heute hatte ich zum ersten Mal auf meinem Kleinkreuzer Windstärke 8 live erlebt. Wenn man genügend Seeraum vor sich hat, so mein Fazit, ist es eigentlich nicht besonders gefährlich gewesen. In den nächsten Tagen sollten wir noch mehrfach Ähnliches erleben und wir hatten dabei die Möglichkeit,  verschiedene Taktiken auszuprobieren.

Um 1700 h legten wir nach 28 sm des heutigen Tages in Hals, dem Eingang zum Limfjord erleichtert und durchgefroren an.

Hafengebühr: 7-15 m = 13 Euro

 

Dienstag, 8.7.2008

Am Vorabend hatten wir den Seewetterbericht entnommen, dass für den heutigen Tag West 6 angesagt war. Das war für uns der richtige Kurs nach Laesø, wenn auch mit ein bisschen viel Wind. Da ich mein Boot aber genau kenne und weiß was ich ihm und mir zutrauen kann, sah ich darin aber kein großes Problem und wir hatten uns schon mental auf die Überfahrt eingestellt.

Nach dem Frühstück stellten wir aber fest, das aus West 6 nun O 4-5 geworden waren; also ging es weiter an der schönen jüdländischen Küste entlang. Immer wieder zogen dunkle Regenwolken über uns hinweg, wobei man aber dem Tag bestes Sommerwetter attestieren muß. Nach 23 sm legten wir um 1800 h im rappelvollen Yachthafen von Saeby an. Päckenliegen war angesagt und wir fanden nach einiger Suche ein entsprechend großes Boot, bei dem wir längsseits gehen konnten. Nach einer Stunde gesellte sich noch ein dänischer Kleinkreuzer zu uns; an Bord ein Vater mit 5 Kindern von ca. 8-16 Jahren aus Randers, sie segelten ohne Seereling. Es war mir überhaupt schon aufgefallen, dass in diesem besonders schwierigen Revier mit zahlreichen Weststürmen fast auf keinem Boot eine Rettungsinsel vorhanden war, maximal vielleicht 5 Prozent; dafür gehen sie aber alle mit Schwimmweste zum Bäcker oder Briefkasten.

Es wird ja viel über Seemannschaft und Gebräuche in Segelforen diskutiert und es sind eigentlich nur noch die älteren Semester, die z.B. vom Einholen der Nationale und der Gastlandflagge Gebrauch machen. Hier in Saeby war alles anders: Um 2100 h erschallte plötzlich eine auf einer Trompete geblasene Melodie über den Hafen. Als das Lied beendigt war dauerte es nur einen Moment und von einem anderen Standort erklang erneut ein Trompetenstück; nach diesem endete dann die Flaggenparade mit der auf der Trompete geblasenen dänischen Nationalhymne. Alle Skipper holten inzwischen ihre Flaggen ein, die Besucher der umliegenden Geschäfte traten auf die Straße, alle Segler standen an Bord ihrer Schiffe und alles was einen dänischen Paß besaß, sang aus Leibeskräften die Nationalhymne mit. Ich dachte gleich an das schöne Alohaheha, healohahea… von Achim Reichel mit dem Text…..aber so hab ich´s noch nie erlebt, so hab ich´s noch nie erlebt!

Diese Zeremonie war der schönste Tagesabschluss, den ich in meinen 18 Segeljahren persönlich erlebt habe, auch wenn andere das als Gefühlsduselei oder veraltetes Brauchtum abtun.

Hafengebühr: 7-15 m = 22 Euro

 

Mittwoch, 9.7.2008

Inzwischen hatten wir ein Problem mit dem Erhalt eines Wetterberichtes. Ich hatte hier auf die Lösung Laptop mit dem Entschlüsselungsprogramm von Seatty gesetzt. Das Problem war allerdings die dafür erforderliche Energie für den Laptop. Bei der vielen Päckchenliegerei war es nur sehr schwierig, um an eine 220-V-Steckdose zu kommen. Da der Akku meines Laptops auch nicht mehr der Beste ist, war dessen Energie immer recht schnell verbraucht und es wurde nichts mit dem Wetter übers Radio aus Pinneberg. Ich hatte zuhause aber vorgesorgt und mir einen Spannungswandler für die 16 Volt meines Laptops zugelegt. Zuhause funktionierte es wunderbar und ich habe den Laptop tagelang darüber ausprobiert, doch nun war eine Sicherung in dem Spannungswandler durchgehauen. Trotzt brachialster Gewaltanwendung gelang es uns nicht, dieses Teil zu öffnen und so stiefelte ich am Morgen erst einmal zu einem Elektroladen, der auch tatsächlich einen Spannungswandler im Regal hatte. Es war ein deutsches Fabrikat und funktionierte auch, der Laptop hatte wieder ausreichend Energie und ich konnte wieder auf Wetterempfang gehen. Denkste! Ein neues Problem tat sich auf: Der neue Spannungswandler störte den Empfang auf KW total, es waren keine Signale mehr auszumachen. Von zu Hause aus werde ich mal mit der Firma Kontakt aufnehmen, denn so kann ich das teure Teil (um die 60 Euro) nicht verwenden. Also haben wir das Wetter wieder nach alter Tradition eingeholt: beim Hafenmeister oder beim Nachbarn. Im nächsten Jahr werde ich mir das Wetter wohl auf das Handy schicken lassen, das ist auch kein großer Kostenpunkt und scheint mir für das Segeln im Ausland die sinnvollste Lösung zu sein, vor allem, wenn man nicht perfekt englisch spricht.

Am heutigen Morgen war der Wind noch recht zaghaft – NO 1-2, es war aber für den Tag drehend auf SW angekündigt. Im Vertrauen auf diese Vorhersage machten wir um 1100 h die Leinen los und mit Kurs um die 80 Grad nahmen wir uns nun für heute die Überfahrt nach Laesø vor. Um 13.30 Uhr schlugen die Segeln von der Restdünung nur noch so hin und her und wir packten sie ein und schmissen den Mercury an. 2 Stunden dauerte es dann, bis die Windstille urplötzlich von einem leichten SW um 2-3  abgelöst wurde. Begeistert über diesen glücklichen Zustand setzten wir gleich das Großsegel und den Spinnacker. 2 Stunden dauerte die schöne Rauschefahrt unter Spi nördlich an der Insel Laesø vorbei bis zu deren Osthafen Osterby. Um 1930 h lagen wir fest vertäut im rappelvollen Hafen, natürlich wieder im Päckchen mit netten Schweden, die den Hafen fest in ihrer Hand hatten. Nur ganz vereinzelt sah man eine deutsche Nationalflagge, einige wenige aus Holland und natürlich auch zahlreiche Dänen.

Unsere Segelstrecke an diesem Tag betrug 22 sm.

Hafengebühr: 7-15 m = 22 Euro

 

Donnerstag, 9.7.2008

Da die Wettererkundung SW 4-5 zutage brachte hieß es für uns um 0700 h aus den Federn. Um 0800 h waren wir schon auf dem Wasser und nach spätestens 5 Minuten (wie bei jedem Ablegen) hatten wir die Segel gesetzt und rauschten Richtung Göteborg über das doch inzwischen recht wellige Kattegat. Es dauerte einige Stunden bis vor uns die erste schwedische West-Schäre unseres Lebens auftauchte. Die Weiterfahrt bis in die Stadt zog sich noch gute weitere 2 Stunden hin und gegen 1600 h fuhren wir unter der großen Brücke in Göteborg hindurch und schlossen noch gleich eine große Hafenrundfahrt an. Leider fanden wir dort keinen vernünftigen Liegeplatz und so tuckerten wir Richtung Brücke zurück und machten erst einmal in einem der großen Hafenbecken vor der Skyline der Stadt fest und tranken hier gemütlich Kaffee. Nach dem Kaffee zog ich ein neues Spifall ein, dass ich mir von zuhause mitgebracht hatte. Leider hatten wir es übersehen, dass sich die Spischot auf der Steuerbordseite von der Reling gelöst hatte. Gleich nach dem Starten des Außenborders versagte dieser plötzlich seinen Dienst und ich sah sofort die Bescherung: Leine in der Welle. Also wieder an der Kaimauer festmachen und den Motor abbauen und die Leine entfernen; alles keine große Sache, in fünf Minuten war alles erledigt und wir fuhren noch eine Meile stadtauswärts in den Hafen einer Marina, die aber ziemlich ausgeflogen war, wahrscheinlich waren schon alle im Urlaub, denn die Ferien hatten bereits in Schweden begonnen. Das machte uns aber knapp die Hälfte, wir lagen auf jeden Fall fest und geschützt vor dem inzwischen doch sehr böigen Wind und vor allem Trocken unter unserer Plane fest.

Ferdi machte uns wieder ein tolles Abendessen und bis ca. 22.30 h tauschten wir uns aus über die Erlebnisse des heutigen Tages.

Gesegelte Strecke heute: 35 sm.

Hafengebühr: keine - waren alle ausgeflogen

 

Freitag 10.7.2008

Um 10.00 h regnete es in Strömen und Ferdi zeigte keine große Lust, um am heutigen Tag auf große Fahrt zu gehen. Ich war aber der Meinung, dass es völlig egal ist ob wir am Liegeplatz oder auf dem Wasser nass werden. Der Wind war optimal angesagt: SW 4-5, allerdings war da jetzt noch nichts von zu spüren und so motorten wir 1 Stunde und urplötzlich war er da, auf den wir so gehofft hatten. Inzwischen hatten sich die Regenwolken völlig verzogen und wir hatten wieder traumhaftes Segelwetter. Wir segelten mit durchschnittlich 5 Knoten hoch am Wind ein Stück der gestrigen Strecke zurück und bogen dann zwischen den Tonnen 12-14 rechts ab Richtung Norden in die herrliche Schärenwelt.

Was uns da optisch erwartete, sprengte wirklich unsere schönsten Vorstellung; wir waren begeistert von dieser kleinen Inselwelt aus grauem Granit mit den darauf befindlichen herausgeputzten bunten Häusern. Dazu der passende Wind und so gut wie keine Welle: Seglerherz, was willst Du mehr. Schon kurz nach Mittag konnten wir von Ferne die Festung von Marstrand ausmachen, es dauerte aber noch etliche Stunden, bis wir „hintenrum“ unser heutiges Tagesziel erreicht hatten. Einen Liegeplatz hatten wir, trotz eines rappelvollen Hafens schnell gefunden. Es ist hocherfreulich zu erleben, wie bereitwillig man in Dänemark und Schweden längsseits festmachen kann; da braucht man überhaupt nicht zu fragen. Alle haben die Fender raus und man fährt einfach auf ein Boot zu und schon recken sich einem helfende Hände entgegen, die einem die Leinen festmachen – von dieser Bereitwilligkeit ist man in Deutschland leider doch meilenweit entfernt.

Nach uns legte noch eine 135-Fuß-Yacht im Hafen an, auf der eine Gruppe Jugendlicher Hafenkonzerte für JESUS gab, sie tingelten in ihren Schulferien mit einer Band für einen Monat durch die Westschären.

Leider sorgte die Besatzung des Luxus-Motorbootes Chill Lounge aus Kiel mal wieder dafür, dass der Spruch: „Gott schütze uns vor Sturm und Wind und Deutschen die im Ausland sind!“ voll bestätigt wurde.

Nachdem Einem wohl der Rotwein in die Birne gestiegen war sorgte er am Abend im Hafen für ein kostenloses Hafenkonzert mit Herbert Grönnemeier aus seinem Mega-Boxen. Am anderen Morgen stiefelten sie mit ihren Golf-Taschen über den Steg. Die Schweden schüttelten nur den Kopf über soviel Arroganz und Ungezogenheit.

Unsere Tagesreise betrug heute 20 sm.

Hafengebühr: 7-15 m = 23 Euro

 

Samstag, 12.7.2008

Eigentlich wollten wir ja noch eine Tagesetappe weiter nach Smögen segeln, was mir mein Clubkamerad Ludger empfohlen hatte (von ihm hatten wir auch die Seekarten und Bücher, die er in diesem Jahr nicht benötigt, da er in den Ostschären unterwegs ist – nochmals Danke dafür, lieber Ludger!)

Da wir aber nach 2 Wochen eigentlich gerne wieder zu Hause sein wollten, haben wir hin und her überlegt, ob wir noch weiter nordwärts fahren sollen oder nicht. Nachdem unser schwedischer Nachbar uns in gutem Deutsch erklärte, dass hier in Marstrand eigentlich erst die Schönheiten der „Rocks“ begännen und wir unbedingt noch viel weiter raufsegeln sollten war für uns klar: dann bringt es diese eine Etappe auch nicht und wir müssen einfach noch mal hier rauf trailern, um dann von Göteborg aus 3 Wochen nordwärts und zurück segeln, um die gesamte Schönheit dieser einzigartigen Natur bewundern zu können.

So machten wir uns schweren Herzens auf den Rückweg, wollten aber jetzt nicht gleich wieder nach Westen übers Kattegat segeln, sondern auf der schwedischen Seite südwärts runter bis Varberg. Auf dieser Strecke sind die Schären erheblich rauer und überhaupt nicht bebaut, aber trotzdem genau so sehenswert.

Zurück bis Göteborg war es bei 4-5 Windstärken eine wunderbare Segelfahrt, südlich von Göteborg allerings wurde es erheblich rauer und wir mussten uns den ganzen Tag unaufhaltsam nach Süden kreuzen.

Um 1200 h kam das erste Gewitter über uns, es bereitete uns aber keine großen Probleme und ging auch schnell vorüber. Wir hatten die Segel weggenommen und den Motor angeworfen, da wir heute nicht vor dem Wind Ablaufen wollten, was uns wieder deutlich in unserer Tagestrecke zurückgeworfen hätte. Wir stellten den Bug in den Wind und wetterten so das Gewitter ab. Dabei wurden wir aber immer wieder von dem Wind und den Wellen rumgedrückt, so dass wir oft auf halben Wind abdrehten, so ließ es sich aber prima aushalten und wir hatten keine Probleme mit den Gewitterböen von 8 Bf.

Gegen 1600 h erreichten wir eine Stelle, an der wir durch 4 in Ost-Westrichtung liegende Schären hindurch fahren mussten. Und zu diesem ungünstigsten aller Zeitpunkt stürmte schon das heutige zweite Gewitter auf uns zu. Die Schären zu Durchfahren erschien mir als zu gefährlich, da wir dann im Falle des Sturmes auf Legerwall lägen und es für uns gefährlich werden könnte.

Da ich einige Stunden vorher erlebt hatte, wie wir mit Motor und quasi halbem Wind den Sturm abgewettert hatten dachte ich mir: warum mit Motor, dass muss doch auch ohne genau so funktionieren und handelte auch so. Wir segelten ohne Segel mit halbem Wind, näherten wir uns einer Schäre bedrohlich, dann legte ich die Pinne nach Luv, wir halsten und machten das gleiche Spielchen auf dem Gegenkurs – Fazit: klappte hervorragend.

Aber damit nicht genug, um 1715 h kam das dritte Gewitter des Tages über uns. Nun hätte man meinen können, das wir die Faxen so langsam dicke hätte. Ich sagte zu Ferdi, dass wir heute an einem Nachmittag mehr Erfahrungen sammeln könnten als sonst in einer ganzen Saison und ich wollte jetzt das Manöver „Beiligen“ ohne Segel ausprobieren. Inzwischen waren die Schären schon deutlich weniger geworden und wir hatten genügend Platz. Auf Steuerbordbug warteten wir auf die ersten Böen, die dann auch wieder mit gefühlter Orkanstärke über uns fegten. Das Boot nahm deutlich Fahrt von 5 Knoten auf, ich legte die Pinne nach Lee und ANKATRIN II wollte in den Wind schießen, was natürlich bei dem Sturm und der Welle nicht gelang. Der Bug wurde wieder rumgedrückt, das Boot nahm wieder Fahrt auf und so ging das muntere Spielchen fast 15 Minuten weiter, dann war auch dieses Gewitter vorbei und wir konnten beruhigt wieder unter Segeln unseren Kurs nach Süd aufnehmen.

In dieser Phase beobachtete ich einen blauen Kleinkreuzer, der unter Fock vor dem Sturm ablief und durch eine der Schärenlücken hervorkam. Sobald er diese passiert hatte luvte er etwas an und suchte hinter der Schäre Schutz; im Schutze der Felsformation segelte der er dann auch mit etwa halbem Wind weiter, dies wollte ich beim nächsten Gewitter auch noch mal ausprobieren.

Um 1930 h erreichten wir nun doch glücklich und müde den Hafen von Kullavik.

Tagestrecke: 40 sm

Hafengebühr: 7-15 m = 17 Euro

 

Sonntag, 13.7.2008

Strahlend blauer Himmel präsentierte sich uns beim Aufstehen und ein prächtiger 5er Wind aus Südwest-West.

Um 1000 h legten wir ab und es begann wieder einer wilde Kreuz, bei heute doch sehr hohen Wellen. Da wir in den Schären im Raum Marstrand doch erfahren hatten, wie eng und unübersichtlich es doch sein kann und unsere Laptop-Navigation nicht funktionierte, wagte ich es bei dem doch recht kräftigen Wind nicht, zwischen Land und Schären zu segeln, sondern wählte den Weg übers offene Kattegat mit den selbstverständlich hohen Wellen.

Es war ein phantastischer Segeltag. Die SPRINTA segelte wieder, dass es nur so eine reine Freude war. Kreuz auf Kreuz folgte, und das ganze 9 Stunden land, dann erreichten wir den großen Hafen von Varberg.

Was mir in diesem Hafen besonders auffiel, war der recht hohe Anteil an kleinen Booten, so um die 7-8 Meter. Gerade dort, wo das Segelrevier am ungeschütztesten ist, lagen die meisten Kleinkreuzer, das hat mich doch sehr verwundert.

Tagestrecke: 39 sm.

Hafengebühr: 7-15 m = 14 Euro

 

Montag, 14.7.2008

West 5, stellten wir nach dem Aufstehen fest. Es hätte schlechter kommen können. Da wir heute eine lange Strecke übers Kattegat vor uns hatten, legten wir um 0800 h Richtung Anholt ab, angelegter Kurs 220  Grad.

Rund 7 Stunden segelten wir auf einem Bug gen Anholt. Unterwegs mussten wir einige Male Ein- und Ausreffen, es lief aber wieder wie am Schnürchen, und das wieder bei hochsommerlichem Wetter. Unterwegs produzierte ich noch einen Überläufer auf der Genuawinsch, der absolut nicht zu lösen war. Es blieb nichts anderes übrig, als die Schot am Segelhals durchzuschneiden und neu anzuknoten. Trotz hoher Welle machte Ferdi das super und in kürzester Zeit.

Um 1500 h standen wir genau nördlich des Leuchtturms auf der östlichen Seite und genau an dieser Stelle drehte sich die Logge von ANKATRIN II von 4999,9 auf die 5.000-ste Seemeile. Ab hier mussten wir nun kreuzen und kreuzen, der Leuchtturm wollte uns einfach nicht entlassen, Schuld daran war ein starker Strom nach Osten setzend. Aber schließlich hatten wir dann nach weiteren 3 Stunden harter Arbeit die Hafeneinfahrt von Anholt vor uns und mussten natürlich auch dort wieder ins Päckchen. Es war alles sehr eng dort und wir hatten immer noch sehr frischen Wind. Ich sichtete einen passenden Platz neben einem kleineren Päckchen an der Mole. Vor und hinter diesem Päckchen lagen aber schon Päckchen, die aber breiter waren, ich wollte aber in die Lücke bei das kleinere Päckchen.

Ich musste einen ganz engen Bogen fahren, und versuchen, mich dann ab dem breiten Päckchen vor der Lücke zurücktreiben zu lassen. Dabei wurde unser Bug etwas zu weit gegen das Dickschiff getrieben und unser Bugkorb brach den Flaggenstock des Norwegers entzwei – allerdings nur unten, an dem kleinen Stummel. Ferdi hatte darauf geachtet, dass wir nicht am Schiff vorbei schrammten, dabei aber nicht auf den Bugkorb geachtet. Der Norweger sah es aber völlig gelassen und sagte, dass es schon o.k. und kein Problem wäre. Dann fuhr der Gute auch noch eine fast neue Dehler 43, das passte mir ja nun überhaupt nicht!

Um 1800 h machten wir fest und waren froh, dass wir uns nun für den Abend Ruhe antun konnten.

Tagesstrecke: 41 sm

Hafengebühr: 7-15 m = 22 Euro

 

Dienstag, 15.7.2008

Für Anholt hatten wir vorher schon einen Ruhetag eingeplant, war uns diese Insel doch über Literatur und vom Erzählen wärmstens empfohlen worden.

Um 0800 h haben wir ausgiebig gefrühstückt und uns anschließend auf die Wanderschaft gemacht.

Anholt ist wirklich eine äußerst liebreizende Insel. Einen eigentlichen Ort mit Ortskern usw. im herkömmlichen Sinne gibt es nicht; es stehen dort einfach Häuser kreuz und quer in der Gegend rum, und zu jedem Haus führt ein ungeteerter Weg. Der Rest der Insel ist Natur pur. Ein kilometerlanger Sandstrand, eine große Dünenlandschaft mit herrlichen Aussichten und zahlreichen Wanderwegen verkürzen einem den Tag und lassen einen diesen herrlichen Kleinod, mit den meisten Sonnenstunden Dänermarks unvergesslich werden.

Hafengebühr: 7-15 m = 22 Euro

 

Mittwoch, 16.7.2008

Der Wind blies auch an diesem Morgen weiter mit 5 Windstärken aus West. Um 0800 h legten wir ab Richtung Grenaa, unserem Ausgangshafen. Wieder konnten wir so mit ca. 220 Grad über das Kattegat sausen, leider wurden wir auch heute wieder von mehreren Gewittern heimgesucht. Viermal haben wir ein- und ausgepackt und dabei die verschiedenen Abreitmethoden angewandt. Das heftigste Gewitter erwischte uns 2 Meilen vor dem Hafen von Grenaa.

Da die vorherigen Gewitter recht kurz und nicht so dramatisch wie die in den Vortagen gewesen waren, ließ ich die Selbstwendefock stehen, angesichts des großen freien Seeraumes. Ich wollte mal testen, wie effektiv sich noch mit der Selbstwendefock bei Sturm arbeiten lässt, so wie ich es vor Kullavik bei dem blauen Kleinkreuzer beobachtet hatte.

Eine viertel Meile hinter uns lagen 2 schwedische Boote, etwa 9,50 Meter lang. Beide hatten ihre Segel weggenommen und motorten gen Westen. Dann erreichte auch uns das Gewitter und die Post ging so richtig ab. Trotz des enormen Sturmes konnte ich mit der dichtgeholten SW-Fock noch an den Wind gehen.  Beim Zurückschauen sah ich, dass sich eines der beiden Boote abfallen ließ und vor dem Sturm ablief, während wir immer noch am Wind fuhren. Einfach Klasse, diese Sprinta!!!

Allerdings würde ich diese Taktik nicht noch einmal anwenden, außer bei Legerwall, da sie doch mächtig ans Material geht.

Um 1800 h machten wir dann wieder am Anfangspunkt unseres Törns fest.

Tagesstrecke: 38 sm.

Hafengebühr: 7-15 m = 20 Euro

 

Donnerstag, 17.7.2008

Nein, so schnell wollten wir aber nun wirklich nicht nach Hause, obwohl uns eigentlich sehr viel an unseren Lieben liegt. Aber bei dieser langen Anreise und bei den hohen Spritpreisen (kurz vor Dänemark habe ich beim Tanken – inkl. 22 Liter für den AB 138 Euro bezahlt!!!) wollten wir so schnell noch nicht wieder in die Heimat fahren.

Ein Hafen der mir in Jüdland noch fehlt, war Ebeltoft (bis Arhuis war ich schon mal nach unserer Teilnahme an der Regatta „Rund Fünen“ 1998 gekommen) und Ebeltoft wollte ich nun auch noch gerne sehen, zumal hier der Stolz der dänischen Seefahrt, das restaurierte Flaggschiff Jylland im Museumshafen liegt.

Da es bis Ebeltoft nur 28 sm sind, ließen wir uns am Morgen etwas Zeit und segelten so gegen 0900 Uhr los. Hoch am Wind konnten wir bis an die Ecke segeln, an der wir nach Steuerbord in die große Bucht abbiegen konnten. Will man von Norden nach Ebeltoft fahren, muss man das riesige Flach „Pladen“ weiträumig umfahren. Ein dort gestrandeter Fischerdampfer weist einen gleich auf diese große Gefahrenstelle hin.

Es war ein wunderschöner Segeltag, wieder bei herrlichstem Wind und Wetter und nach 7 Stunden kamen wir um 1600 h in Ebeltoft an.

Ich habe mich gleich auf den Weg zu einer Bank gemacht, da uns die Dänenkronen ausgingen und ich noch restliches Geld aus Schweden hatte, dass ich hier wechseln konnte.

Auch hier war wieder alles belegt und wir gingen längsseits an einen Dänen, der schon am Vortag in Grenaa neben uns gelegen hatte.

Tagesstrecke: 28 sm

Hafengebühr: keinen Hafenmeister angetroffen

 

Freitag, 18.7.2008

Unser letzter Törntag war angebrochen, als wir an diesem Morgen durch das Handy geweckt wurden. Wir hatten uns den Wecker auf 6 Uhr gestellt, damit  wir rechtzeitig am Nachmittag in Grenaa eintrafen, um dann das Schiff zur Verladung fertig zu machen, damit wir am Abend noch Kranen konnten und schon mal einen Teil unserer langen Strecke abfahren wollten.

Es wurde ein Traumtag: bis zu der Ecke, an der wir gestern nach rechts abgebogen waren konnten wir schön hoch am Wind segeln und dann hatten wir 19 sm mit achterlichem Wind bei strahlendem Sonneschein vor uns. Noch einmal wurde der Spi gesetzt und teilweise bis zu 6,8 Knoten sausten wir nur so dahin und erreichten unser Endziel 2 Stunden früher als eigentlich erwartet. Gegen 14 Uhr packten wir den Spi ein und 10 Minuten später lagen wir schon fest vertäut unter dem Kran, der uns am Abend das Boot auf den Trailer heben sollte.

Nun kam uns das Unglück eines holländischen Seglers aus Breunisse zugute. Seine HR 43 hatte Motorprobleme und die Volvo-Mechaniker arbeiteten direkt vor uns am Steg. Schließlich hörte ich dann, dass ein großer Kranwagen aus Grenaa angefordert werden sollte, der das Dickschiff aus dem Wasser heben sollte, da man das Getriebe überprüfen mußte.

Ich schaltete sofort und trieb Ferdi zur Eile an, damit wir schnellstens den Mast gelegt bekamen, da ich die große Chance witterte, dass uns dieser mächtige Kran auch mal eben kurz unser Boot auf den Trailer hieven könnte. Ich sprach den jungen Mann an und dieser nickte auch sofort o.k.

Nun ging alles ruckzuck. Nachdem die HR wieder im Wasser war hängte ich mein Heißgeschirr in den Haken und 5 Minuten später saß ANKATRIN II hoch und trocken wieder auf ihrem Trailer.

Punkt 16 Uhr fuhren wir los und erreichten gegen 2200h die Hansestadt Bremen, wo wir uns in die Kojen hauten.

Tagestrecke 27 sm und 470 Kilometer.

Kranen 28 Euro + 7 Euro Trinkgeld

 

Samstag, 19.7.2008

Um 0600 h standen wir auf. Ferdi spendierte zum Abschluß ein Frühstück und weiter ging die Reise bis ins Sauerland, wo wir um 1030 h glücklich und zufrieden mit uns und der Welt wieder eintrafen. Unglücklicherweise erfuhren wir bei unserer Ankunft, dass Ferdis Bruder am Tag zuvor im Alter von 63 Jahren gestorben war.

 

Gesamtstrecke: 365 Seemeilen

 

Davon

  12 Seemeilen unter Motor,

345 unter Segeln und ca.

    8 unter Top + Takel bei Gewittern

Motort haben wir insgesamt nur 4 Stunden, davon 1 x 1,5 Std. und 1 x2 Std. Die restlichen 0,5 Stunden gehen auf die An- und Ablegezeiten in den Häfen, in denen der Motor teilweise nur für drei oder vier Minuten benötigt wurde.

Der Spritverbrauch: 8 Liter Super in 14 Tagen

 

Fazit:

Die „Sprinta“ war für diese Verhältnisse voll tauglich, selbst hohe Wellen und Sturm von 8 Bf. vertrug sie, ohne dass man Angst hätte bekommen müssen.

Die Wellen nimmt sie elegant und schwimmt immer wie ein Korken oben. Obwohl wir keine Spritzkappe haben, haben wir nur sehr wenig Wasser abbekommen, natürlich haben wir auch hin und wieder mal einen mitgekriegt. Wasser im Cockpit hatten wir nur einmal, aber minimal.

Vor Gewittern habe ich nach wir vor großen Respekt, aber keine Angst mehr.

Der Motor (Mercury) war wie immer absolute Sonderklasse. 2 mal ziehen, dann brummt er daher. Das Teil wurde in diesem Jahr 14 Jahre alt und das Anspringen in dieser Zeit hat nicht ein einziges Mal länger als eine Minute gedauert!

Für die Schären ist ein Kartenplotter eine enorme Erleichterung. Mit unserem GPS ging es auch noch, aber ohne diesen bekämen wir wahrscheinlich große Probleme, man muss verflixt gut aufpassen, damit man seinen Standort nicht verliert. Ständig verschiebt sich die Perspektive zu den Inseln und man kommt sehr schnell in größte Verwirrung.

Die Hafengebühren waren ungerecht hoch; wir mussten für unsere 7 Meter genau so viel bezahlen wie Skipper von 15-Meter-Booten!!!

Alles in Allem war es ein wunderbarer Törn mit vielen Höhepunkten und einem wirklich tollen Segelwetter, auch wenn man beim Lesen den Eindruck bekommt, dass wir fast nur Gewitter hatten, so war es Gott sei Dank aber nicht – für mich persönlich hätte es ruhig ein bisschen wärmer sein können, für Ferdi waren die Temperaturen o.k., er segelte fast immer im T-Shirt.

Im nächsten Jahr wollen wir mal wieder in die Niederlande fahren, dass mal so als grobe Planung.

Caddy des Hafenmeisters

Hafenmeisterbüro Anholt Anholt

Radarturm Anholt

 

Gärtnerei auf Anholt

Wie bei uns zuhause

"Juwelier" auf Anholt

 

Ferienzeit und Langeweile

 

Kirche auf Anholt

Blick über den Hafen

 

Herrlicher Strand Anholt


Ein Schärenkreuzer 30 S, das wäre mein Traum!

 

In Ebeltoft


Der Skipper unter Spi nach Hause

Dieser mächtige Kran hievte unser Boot auf den Trailer

Ende

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Bonnerup brennt es

Ferdi an der Pinne

Bilder aus dem Hafen von Bonnerup

In Hals hatten wir einen sehr schlechten Liegeplatz, der Hafen war rappelvoll

In den Häuschen treffen sich die Fischer vor und nach dem Fang

Die erste Schäre kommt in Sicht

Kurz vor Göteborg

Am Hafen vorbei

Eine Fähre liegt hinter einer Schäre in Deckung

Ab hier ist das Segeln verboten

Hinter der riesigen Brücke beginnt die Innenstadt

Hier rausgeputzte Häuschen auf einer Schäre . . .

. . . und ganz in der Nähe Hochhauskolonien

Die Festung von Marstrand kommt in Sicht

Schön anzusehen - aber wohnen möchte ich hier nicht - wäre mir alles viel zu eng.

Hier Bilder  aus Marstrand

Segeln und Singen für Jesus

...und nun sind wir wieder auf der Heimfahrt durch die Schärenwelt

Auf Anholt

Ein älterer Herr als Einhandsegler kam mit diesem herrlichen H-Boot aus Travemünde und legte sich hinter uns.

2 Skipper haben sich ein Militärboot ausgebaut - ein Kumpel hatte eine schnittige rote Marieholm

Ein Inselrundgang

Meine ANKATRIN II war immer die kleinste im Päckchen (r.)

So einen herrlichen 30-S-Schärenkreuzer hat mein lieber Segelfreund Paul auch! ...und noch ein H-Boot auf unserer Talsperre!

Überall schöne Grillplätze - in jedem Hafen eine Großküche zur freien Verwendung - alles wurde hinreichend genutzt.

Unterwegs nach Ebeltoft, hier der gestrandete Fischerkahn


Die Jylland im Museumshafen